03.03.2019

Im Grummer GKG-Karneval tanzen die Hexen und die Mariechen

Mit Lautem und Lautlosem, mit Live-Brummern und Playbackschlagern und vielem mehr begeistert der GKG-Karneval das Grummer Publikum.

Standen im letzten Jahr noch Gruppen mit vier, sieben, sogar acht Aktiven auf den Brettern, die unsere kleine Welt bedeuten, ging der Trend beim Gemeindekarneval 2019 ganz eindeutig zurück zu Solos und Duos, die das Publikum aber kein bisschen weniger begeisterten. Nachdem Marie-Luise Goeke als „Eisbrecherin“ dem Saal schon einmal ordentlich eingeheizt und Uwe Nölke die wahre Geschichte von Max und Moritz vorgetragen hatte, setzten Renate Ridderskamp und Andreas Brinkmann ihr „stummes Gespräch“, geführt nur mit Hilfe von Plakaten, aus dem letzten Jahr mit neuen witzigen Ideen fort. Einer der Höhepunkte dabei war sicherlich der Kanon zu Kumba ya my Lord, den der Saal so gekonnt wie geräuschlos zu Gehör (oder Geseh?) brachte. Waren sie im vergangenen Jahr noch als Schutzengelagentur unterwegs, so schlüpften Bettina Fehr und Anne Mittrup in diesem Jahr in ihre schönschaurigsten Hexenkostüme, lasen so manchem Grummer aus der Kristallkugel die Leviten und machten die Festsitzung damit mal wieder zu einem richtigen Gemeindekarneval. Gisbert Wiehe als Rabe gab der Hexennacht auf dem Tippelsberg dann noch seine ganz eigene, unverwechselbare Note. Markus Brüggestrath und Dietmar Kleine berichteten als Hundertjährige über das Leben im Altenheim und die Schwierigkeiten, an ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee zu kommen („eine Sozialtante liest Annette von Droste-Hülshoff und zwei bewachen die Ausgänge“) und feuerten dann bei ihrer eigenen „Lesung“ eine Schote nach der anderen ab. Clemens Linnhoff und Krafttraining – das passt irgendwie nicht zusammen ;-) Und ebenso skurril wie witzig waren dann auch seine Anekdoten über seinen ersten Besuch in einem Fitnessstudio. Nicht nur der erste Witz saß und ist auch angekommen! Neben so vielen schönen Wortbeiträgen durften natürlich Tanz und Musik nicht fehlen. Marie-Luise Goeke sang bei ihrem zweiten Auftritt, unterstützt von ihrem Vater Matthias Nölker, mit viel Humor über ihr Leben als Mutter und rührte mit dem Grummer Geheimnislied an so mancher Frage, die das Dorf beschäftigt, denn ob zum Beispiel mit den Teichen auch die Gänsekacke verschwindet, das weiß halt niemand so ganz genau… Janina Kost, Maria Otte und Jule Rips sorgten nicht nur für einen reibungslosen Ablauf vor, auf und hinter der Bühne, sie folgten auch dem Ruf des Präsidenten („Mariechen – tanz!“) und erfreuten so das Publikum. Auch Moritz Reher und Christian Amann setzten auf die Kraft der Musik. Ihr Gespräch zwischen zwei Aktiven in der Sektbar war eine Playback-Collage von zahllosen Liedzeilen, die sich zu einem genial-verrückten Ganzen zusammenfügten. Und es waren echt bekloppte Lieder dabei, die die beiden ausgegraben hatten. Höhepunkt und Finale des Abends waren die Grummer Brummer Wolfgang Endemann, Joachim Fehr, Josef Otte und Fabian Rips, die auch einige Ereignisse in Grumme aus dem letzten Jahr auf’s Korn nahmen, aber natürlich in erster Linie durch ihren mitreißenden Vortrag für beste Stimmung im Saal sorgten. Als Präsident Bernd Pape die Sitzung schloss, blickte er rundum in glückliche Gesichter, während das Grummer Lied diesmal gar nicht enden wollte: Bei uns in Grumme gibt’s auch ein‘ Karneval, der ist genauso schön wie überall. Mindestens!

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