Die Taufkapelle

Der Taufstein in der Propsteikirche ist eine romanische Steinmetzarbeit aus dem Jahre 1175. Seit dieser Zeit wurden Menschen aus dem Dorf Bockum und den Dörfern des Umlandes hier getauft.

Während es in der Zeit des Frühchristentums noch Taufbrunnen gab, wurden im Mittelalter große Taufsteine gestaltet. Sie zeigen Bildmotive, die in die Geheimnisse des Lebens Jesu einführen – so auch der Bochumer Taufstein.

Steinsockel und Deckel wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und später neu gestaltet. Passend dazu ist eine moderne Steinskulptur „Engelflügel“ von Dieter Kränzlein in die Taufkapelle eingefügt. Gottes unsichtbarer Schutz durch die Engel wird für alle Täuflinge und Gläubigen erbeten.

Wie viele Menschen hier durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurden, lässt sich nicht sagen, obwohl die Kirchenbücher viele Jahrhunderte zurückreichen. Entscheidend ist, dass die Kirche den Glauben über die Jahrhunderte in diesem Gotteshaus bewahrt hat und ebenso die Zuversicht auf Gottes Beistand. Mit jeder Taufe erneuert Gott seine Zusage, dass er die Lust am Gelingen des Lebens nicht verloren hat. Die Kirche bewahrt diesen spirituellen Reichtum des Glaubens für die Gegenwart und Zukunft.